INnovation
Gesundheit
Oberösterreich
29. Januar 2018

Die Kooperation fördern

Ein Kurzbericht von einer Klausur, bei der die ärztlichen Führungskräfte von drei verbundenen Krankenhäusern an der Basis für künftige Kooperationen gearbeitet haben.

Das überregionale Treffen der medizinischen Führungskräfte des Ordensklinikum Linz mit den beiden Standorten Barmherzige Schwestern und Elisabethinen und des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Ried fand im Bildungshaus Schloss Puchberg statt. Eingeladen haben Dr. Michael Heinisch und Mag. Raimund Kaplinger, die Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe bzw. der Elisabeth von Thüringen GmbH. Organisiert wurde die Veranstaltung von Mag. Johann Minihuber, dem Leiter des Regionalbüros Westösterreich der Vinzenz Gruppe.

Die Intention der fünfstündigen Klausur war, den Abteilungsleitern die Gelegenheit zu geben, ihre Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Häusern kennen zu lernen und damit einen Grundstein für mögliche gemeinsame Projekte und Kooperationen zu legen.

Zu Beginn konnten die Teilnehmer eine kurze Videodokumentation der bisherigen Kooperationsprojekte zwischen den Krankenhäusern Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern und Barmherzigen Schwestern Ried sehen, in der die Beteiligten analysieren, wie die Zusammenarbeit funktioniert und welche Vorteile sie bringt.

Dr. Michael Heinisch und Mag. Raimund Kaplinger machten mit ihren Impulsen klar, dass sie die Kooperation als entscheidenden Erfolgsfaktor für die Zukunft sehen. Gemeinsam haben die Spitäler mehr Gewicht und können im Gesundheitswesen für mehr Menschen – auch außerhalb des Zentralraumes – etwas bewegen. Einzelkämpfertum ist keine Option, wenn man zukünftig erfolgreich sein will.

Intensiver Austausch

Nach der Einführung wurde zum World Café* eingeladen. Gastgeber der sechs World Café-Runden waren die Ärztlichen Direktoren und die Geschäftsführer der drei Häuser. Die rund 60 Teilnehmer waren dazu aufgerufen, zu einem der sechs Thementische zu gehen und sich mit den anderen Teilnehmern intensiv auszutauschen. Fünf Tischwechsel und zwei Stunden später hatten die Gastgeber eine Vielfalt an Meinungen und Argumenten zu den unterschiedlichen Fragestellungen rund um das Thema Kooperation gesammelt. Zum Abschluss präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Themen.

Beim abschließenden gemeinsamen Abendessen tauschten sich die Teilnehmer noch angeregt aus.

Einer der Gastgeber war der Ärztliche Direktor des Ordensklinikums Linz Elisabethinen Dr. Michael Girschikofsky. Das ist sein Résumé der Veranstaltung:

Die Kooperationsklausur war nicht nur inhaltlich extrem produktiv, sondern auch von sehr guter und kollegialer Stimmung geprägt. In den World-Cafés wurden neben der Darstellung der bisherigen Erlebnisse und Erwartungen an zukünftige Kooperationen rasch sichtbar gemacht, welche Synergien und Stärken sich nun schon alleine durch das quantitative Ausmaß der Patientenversorgung verbunden mit der hohen Qualität in den einzelnen Schwerpunktbereichen konzentrieren.

Eine in Kooperation gelebte abgestimmte wohnortnahe Versorgung zwischen der Peripherie und dem Zentralraum ist neben der damit verbundenen Patientenfreundlichkeit auch ein wesentlicher Garant dafür, dass auch in Zukunft ein breites Leistungsspektrum in allen medizinischen Bereichen angeboten werden kann. Dies sichert letztendlich unsere Attraktivität als Ausbildungsstätten und damit auch unseren ärztlichen Nachwuchs. In Zeiten zunehmender Ressourcenknappheit stellen solche Kooperationsmodelle eine erfolgsversprechende Langzeitstrategie dar.“

*Die Methode World Café

Die Idee des World Cafés ist es, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Dabei soll es um Gespräche über Fragestellungen gehen, die für die Teilnehmenden wirklich von Bedeutung und Interesse sind. Intensive Diskurse in kleinen Kreisen, ganz so wie im normalen Straßen-Café und in der früheren Salon-Kultur, das ist die Idee. Um den Diskurs zu vertiefen, wechseln die Teilnehmer mehrmals die Tische und die Gruppen werden durchmischt. Am Ende steht eine Abschlussrunde im Plenum, bei der die Teilnehmer ihre Ergebnisse präsentieren.

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