INnovation
Gesundheit
Oberösterreich
26.09.2019

„Wir wollen die Besten der Besten“

Katja Österreicher ist seit kurzem Leiterin der Stabsstelle für Innovationsmanagement in der Vinzenz Gruppe. Fingerspitzengefühl, gute Beobachtungsgabe, Kommunikation und Trendbeobachtung stehen im Fokus der Aufgaben von Österreicher, deren erster Punkt auf der Tagesordnung die Identifizierung von Innovation Fellows in allen Einrichtungen der Vinzenz Gruppe ist.

Die Stabsstelle für Innovation in der Vinzenz Gruppe ist ganz neu – was sind ihre ersten Aufgaben?

Katja Österreicher: Wir werden eine Innovationsstrategie aus der Gesamtstrategie des Verbundes der Vinzenz Gruppe entwickeln, welche schließlich vom zentralen Managementteam verabschiedet wird. Das mache natürlich nicht ich allein, sondern ich werde diese Innovationstrategie gemeinsam mit unseren Innovation Fellows umsetzen. Im nächsten Schritt werde ich, in enger Abstimmung mit den GeschäftsführerInnen im Verbund, die Innovation Fellows identifizieren. Die Innovation Fellows sind DIE Impulsgeber für Innovationen in ihrer Gesundheitseinrichtung.

Wer sind diese Innovation Fellows?

Wir suchen diese Personen in den einzelnen Häuser des Verbunds. Das kann ärztliches Personal, das können aber auch Pflegepersonen und VerwaltungsmitarbeiterInnen sein. Wir planen in einem ersten Schritt einen Innovation Fellow pro Haus zu identifizieren. Dieser oder diese Person ist dann eingeladen, für drei Jahre – mit Verlängerungsmöglichkeit – mit dem Innovationszentrum eng zusammen zu arbeiten. Die Innovation Fellows unterstützen eine effektive und nachhaltige Innovationskultur und sind überzeugende Innovationsbotschafter in ihren Einrichtungen.

„Wir suchen Personen, die offen sind für Neues und Ungewöhnliches und über hervorragende Kommunikations- und Motivationsfähigkeiten verfügen.“

Welches Profil müssen diese Innovation Fellows aufweisen?

Wir sind ganz bescheiden und wollen die Besten der Besten (lacht). Wir suchen die Key-opinion-leader, die in ihren Gesundheitseinrichtungen angesehen und respektiert sind. Es sind Menschen, die visionären Weitblick mitbringen und ein hohes Interesse an Innovationen besitzen. Unsere Innovation-Fellows sollen Design-Thinker Persönlichkeiten sein, also Menschen, die lösungs- und patientenorientiert arbeiten können und über visuelles Denken verfügen. Und sie müssen die Fähigkeit besitzen, out of the box zu denken, aus ihrer Rolle auszusteigen und einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Wir suchen Personen, die offen sind für Neues und Ungewöhnliches und über hervorragende Kommunikations- und Motivationsfähigkeiten verfügen.

Welches sind die Ziele der Stabsstelle für Innovationsmanagement im Verbund der Vinzenz Gruppe?

Das Innovationszentrum wird die Innovationsprojekte von hausübergreifender und besonderer strategischer Relevanz steuern. Unser erstes Ziel ist, die systemische Einführung und Verankerung von Innovationsaktivitäten sowie die häuserübergreifende Koordination der Information- und Kommunikationsprozesse, die Erarbeitung von neuen Geschäftsmodellen unter gleichzeitiger Beobachtung von Trends im Gesundheitssystem. Mit dem Innovationszentrum wollen wir die Innovationskompetenz und -kultur in der Vinzenz Gruppe fördern.

Für wen arbeitet die Stabsstelle für Innovation?

Wir fokussieren auf zwei Gruppen: Zum einen wollen wir Innovationsstrategien für unsere PatientInnen zum anderen für unsere MitarbeiterInnen erarbeiten. Unsere PatientInnen sollen die bestmögliche und innovativste Betreuung erhalten. Für unsere MitarbeiterInnen soll Überforderung vermieden, sollen Routineabläufe verbessert und durch Innovationen unterstützt werden.

Interview: Sabine Fisch; Bilder: depositphotos, privat

Katja Österreicher,

Leiterin der Stabsstelle für Innovation der Vinzenz Gruppe

Katja Österreich wurde in Klagenfurt am Wörthersee geboren, war in einem früheren Leben Ballettänzerin, wechselte dann in die Wissenschaft am AKH Wien, wo sie am Department für Urologie tätig war. Mit zwei Kollegen gründete sie später ein Start-up, die TissueGnostics GmbH, die sich mit der quantitativen Darstellung histologischer Bilder einen Namen machte. Für die Arbeit als Leiterin der Stabsstelle für Innovation qualifiziert sich Österreicher durch ihre exzellente Vernetzung innerhalb der Start-up-Szene und ihre Management-Fähigkeiten. „Für mich war die Vision für die diese Stelle geschaffen wurde, deckungsgleich mit meiner privaten Vision“, sagt Österreicher.