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Gesundheit
Oberösterreich
25.03.2024

Geriatriekongress 2024: Altersgerechte medizinische Versorgung als Grundrecht

Wie sieht es mit der Chancengerechtigkeit für ältere Patient*innen aus? Was braucht ein Gesundheitssystem, um diese immer größer werdende Bevölkerungsgruppe adäquat versorgen zu können? Um dieses Thema dreht sich der von 4. bis 6. April in Wien stattfindende Kongress „Geriatrie und Gerontologie – keine Frage des Alters!“.

Bereits im Vorfeld sprachen die Kongresspräsidentin Regina Roller-Wirnsberger, der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie (ÖGGG) Bernhard Iglseder und der Medizinethiker Giovanni Maio im Presseclub Concordia über die notwendige Etablierung der Geriatrie als eigenständiges Fach und die Bedeutung der Beziehungsarbeit und Prävention für das Gesundheitswesen.

Österreichische Gesundheitspolitiker*innen, die im hiesigen System etwas bewegen wollen, werfen gerne einen Blick auf andere Länder – oft zu Recht. Auch in puncto geriatrische Versorgung könnte man sich ziemlich viel abschauen, wie sich bei der Pressekonferenz im Vorfeld des im April dieses Jahres in Wien stattfindenden Kongresses https://oeggg2024.univie.ac.at/programm/) der ÖGGG im Presseclub Concordia herausstellte. So sei es in Österreich keine Selbstverständlichkeit, einen Platz in einer Akutgeriatrie zu bekommen. „Das ist oftmals ein bisschen ein Glücksspiel“, so Kongresspräsidentin Regina Roller-Wirnsberger, Professorin für Geriatrie an der Medizinischen Universität Graz. „Es gibt durchaus Patient*innen, die nach einem akutstationären Aufenthalt nach Hause gehen, weil die Kapazitäten zu gering sind.“ Die Frage sei, ob „wir uns dies als Gesellschaft im Sinne der Chancengerechtigkeit für unsere ältere Generation leisten wollen und ob wir uns das leisten können“.

"Es gibt durchaus Patient*innen, die nach einem akutstationären Aufenthalt nach Hause gehen, weil die Kapazitäten zu gering sind", sagt Kongresspräsidentin Regina Roller-Wirnsberger.

In allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union seien Geriatrie und Gerontologie ein riesiges Thema, konstatierte die Expertin. „Wir Mitteleuropäer blicken allerdings fast durchwegs auf Länder, die uns auf diesem Gebiet um zehn bis zwanzig Jahre voraus sind, allen voran Großbritannien und die nordischen Länder wie Finnland oder Schweden.“ Bereits vor mehr als 25 bis 30 Jahren hätten diese mit der Etablierung eines so genannten individualisierten patientenzentrierten Zugangs begonnen. „Das heißt, dort ist die Geriatrie nicht nur auf den akutgeriatrischen Abteilungen zu finden, sondern es wird schon beim Eintritt ins stationäre Gesundheitssystem in der Notaufnahme geschaut, ob es sich um geriatrische Patient*innen handelt oder nicht.“ So ja, sei ab diesem Zeitpunkt das Prozessmanagement für diese Personen unter Beiziehen geriatrischer Expertise eine Selbstverständlichkeit. „Auch in Universitätskliniken.“ 

Darüber hinaus ermögliche die Digitalisierung in diesen Ländern eine integrierte Versorgung vom niedergelassenen bis zum stationären Bereich. „Das ist etwas, was wir uns in Österreich vielfach noch wünschen, nämlich nicht nur Datenübertragung, sondern auch Kommunikation.“ Ein weiterer wichtiger Faktor seien die dortige Verankerung der Geriatrie als eigenständiges Fach und in dieser fachärztlichen Funktion deren Einbindung in die Ausbildung aller Berufsgruppen, die mit der Betreuung älterer Menschen zu tun haben. 

Fragmentiertes System erschwert Kontinuität

Die Akutgeriatrie und Remobilisation befänden sich in Österreich im Aufbau, skizzierte ÖGGG-Präsident Bernhard Iglseder den heimischen Status quo. „Es gibt mittlerweile über 50 Standorte mit insgesamt etwa 2200 Betten in fast allen Bundesländern“, führte der Vorstand der Universitätsklinik für Geriatrie am Uniklinikum Salzburg aus. „Auch die Struktur- und Qualitätskriterien sind festgelegt. Wir befinden uns also auf dem richtigen Weg.“ Dennoch sei es oftmals schwierig für geriatrische Patient*innen und deren Angehörige, rasch eine adäquate medizinische Versorgung zu erhalten. „Wesentlich wäre, dass akute Versorgungsstrukturen wie Erstaufnahmen oder Notfallambulanzen gleich zu Beginn Aspekte wie Funktionalität oder Gebrechlichkeit untersuchen.“

"Wesentlich wäre, dass akute Versorgungsstrukturen wie Erstaufnahmen oder Notfallambulanzen gleich zu Beginn Aspekte wie Funktionalität oder Gebrechlichkeit untersuchen", meint der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie, Bernhard Iglseder. 

Roller-Wirnsberger machte auf die Schwachstellen durch das in Österreich relativ stark fragmentierte Gesundheitssystem aufmerksam. „Am meisten haben ältere Menschen mit mehrfachen chronischen Erkrankungen unter dieser Fragmentierung zu leiden, weil es keine durchgehende Therapiezielverfolgung für sie gibt.“ Gerade im Alter häufig auftretende Krankheiten wie etwa Herzinsuffizienz, chronische Atemwegsprobleme oder Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises würden es schwermachen, den Alltag zu bewältigen. Auch wenn die Geriatrie im stationären Bereich im Prinzip gut repräsentiert sei: „Die Menschen leben nicht in Akutgeriatrien. Sie leben entweder zu Hause oder in Langzeitpflegeeinrichtungen und Wohnformen wie betreutem Wohnen und brauchen von dort aus eine gute, kontinuierliche medizinische Versorgung, die sich über die einzelnen Stationen des Gesundheitssystems hinweg erstreckt.“ Über allem stehe die grundsätzliche Frage: „Welche Zukunft wollen wir für die österreichische Bevölkerung? Soziale und gesundheitspolitische Unsicherheit, Ungerechtigkeit und Mehrklassenmedizin? Aus Sicht der ÖGGG sollten wir uns stattdessen zu einer adäquaten und gesicherten Versorgung für alle Altersgruppen bekennen und die notwendigen Voraussetzungen dafür etablieren“, unterstrich Roller-Wirnsberger.

Geriatrischer Handlungsbedarf steigt ab 65

Die Schwelle ins höhere Lebensalter übertrete man laut Weltgesundheitsorganisation WHO mit 65 Jahren. „So alt oder älter sind in Österreich aktuell 1,8 Millionen Menschen“ [1], verdeutlichte Iglseder. „Bis 2050 wird sich dieser Bevölkerungsanteil verdoppeln und zehn Prozent davon werden dann 80 Jahre oder älter sein.“ Damit gingen Multimorbidität und Gebrechlichkeit einher, somit steige auch der geriatrische Handlungsbedarf. „Funktionelle Einbußen nehmen zu, etwa beim Sehen, Hören, Gehen, aber auch ernährungsbedingt.“ So haben rund 13 Prozent der Frauen und Männer zwischen 60 und 74 Jahren Probleme beim Sehen trotz Sehhilfe, ab 75 Jahren liegt der Anteil gar bei 29 Prozent [2]. „Für die Betroffenen kann das mit Gleichgewichtsproblemen und einem höheren Sturzrisiko einhergehen“, erläuterte Iglseder. 9,2 Prozent der Frauen und Männer zwischen 60 und 74 Jahren haben trotz Hörhilfe Probleme beim Hören in ruhigen Räumen, ab 75 Jahren liegt der Anteil bei rund 29 Prozent. Der Anteil jener, die Schwierigkeiten beim Erinnern und Konzentrieren haben, steigt von 14,9 Prozent bei den 60- bis 74-jährigen Frauen und Männern auf 42,5 Prozent bei der Altersgruppe ab 75 Jahren. Mehr als 45 Prozent der Frauen und Männer über 75 Jahren haben ohne Gehhilfe Probleme beim Gehen auf ebener Strecke, 49 Prozent beim Treppensteigen [2]. „Ergebnisse sowohl schlechteren Hörens als auch unsicheren Gehens sind vielfach sozialer Rückzug und Isolation“, veranschaulichte Iglseder den Zusammenhang. Ein typisches Problem geriatrischer Patient*innen sei auch Mangelernährung: „Mangelernährung führt zu einer signifikant höheren Verweildauer im Krankenhaus, zu mehr Komplikationen wie beispielsweise Infektionen und Wundheilungsstörungen, zu höheren Kosten und zu einer erhöhten Mortalität“, so Iglseder [3].

Geriatrische Teams als Qualitätssiegel der Geriatrie

Den häufig komplexen Problemkonstellationen bei dieser Patient*innengruppe begegnet die Geriatrie zusätzlich zu den klassischen ärztlichen Untersuchungsmethoden mit dem so genannten „geriatrischen Assessment“. Dabei werden verschiedenste Aspekte wie körperliche, geistige und seelische Gesundheit, aber auch der soziale Betreuungsbedarf erfasst, und zwar von unterschiedlichen Berufsgruppen. „Das so gebildete geriatrische Team ist ein Qualitätssiegel der Geriatrie“, hob Roller-Wirnsberger hervor. „Es entwickelt gemeinsam mit den Betroffenen und den Angehörigen ein Therapieziel und einen individualisierten Versorgungsplan.“ Um eine nahtlose Versorgung zu gewährleisten, arbeiten Geriatrieteams oft eng mit anderen Spezialdisziplinen zusammen. Diese Koordination sei besonders wichtig, wenn ältere Menschen mehrere medizinische Probleme hätten und verschiedene Arten von Unterstützung benötigten. „Die Zusammenarbeit mit dem Entlassungsmanagement, der Überleitungspflege und der Sozialarbeit sichert die langfristige Entlassung in das gewohnte Umfeld und verhindert eine rasche Wiederaufnahme“, stellte Roller-Wirnsberger klar. 

Darüber hinaus gebe die Geriatrie Antworten darauf, „wie wir unsere Bevölkerung medizinisch, aber auch interdisziplinär präventiv so betreuen können, dass wir im letzten Lebensabschnitt gar nicht so lange und so viel Pflege brauchen“, so Roller-Wirnsberger. Hierzu müsste man bereits ab dem 50. Lebensjahr ansetzen. „Bluthochdruck etwa führt nicht nur zu Veränderungen im Herz-Kreislauf-System, sondern ist auch ein extremer Risikofaktor für Demenz“, nennt die Kongresspräsidentin ein Beispiel. In Hinblick auf ein gutes Altern sei es außerordentlich wichtig, das Bewusstsein der Bevölkerung für solche Risiko- und damit verbundene Lebensstilfaktoren massiv zu stärken. Die hohe Bedeutung der Prävention bereits im mittleren Lebensalter spiegle sich auch im heurigen Kongressmotto „Geriatrie und Gerontologie – keine Altersfrage!“.

Beziehungsarbeit und Komplexitätsbewusstsein in der Altersmedizin

Zum ethischen Aspekt der medizinischen Versorgung im Alter nahm der Medizinethiker Giovanni Maio Stellung. Die Zukunft der Altersmedizin liege in der Anerkennung der Komplexität älterer Menschen und ihrer Bedürfnisse, postulierte der Professor am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. „Aus Sicht der Ethik hat die Geriatrie durchaus Modellcharakter und könnte daher ein Vorbild für die gesamte Medizin sein.“ Der Grund liege zum einen in der Vulnerabilität der alten Menschen und in deren Angewiesensein auf andere. Aber vor allem: „Den alten Menschen gibt es nicht, es gibt nur die Vielfalt der Grundsituation, in der er oder sie sich befindet. Eine Antwort auf die Vielschichtigkeit der Probleme zu finden, mit denen diese Personen konfrontiert sind, ist die eigentliche Herausforderung für die Medizin.“ 

"Die Geriatrie kann nur funktionieren, wenn ihr Zugang zu Menschen von Beziehungsarbeit geprägt ist", sagt der Medizinethiker Giovanni Maio.

Mit Schablonen käme man da nicht weit. „Es geht darum, genau hinzuschaun.“ Und was die Geriatrie hier vorbildlich vormache, sei neben guter Diagnostik und evidenzbasierter Verfahren die Investition in Beziehungen. „Die Geriatrie kann nur funktionieren, wenn ihr Zugang zu Menschen von Beziehungsarbeit geprägt ist. Das ist die Voraussetzung, um die Patient*innen in ihrer Angewiesenheit zu verstehen, ihnen zu helfen und ihnen zugleich neue Perspektiven zu erschließen.“ Dafür wiederum brauche es Zeit und Ressourcen. „Wenn wir eine humane Gesellschaft sein wollen, müssen wir uns gerade für diejenigen interessieren, die in einer ausgeprägten Angewiesenheitssituation sind, und dazu zählen eben insbesondere die alten Menschen.“ 

Der zunehmende Arbeitsdruck und die Ökonomisierung in der Medizin bergen allerdings die Gefahr, die Schwächsten an den Rand zu drängen. „Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, wozu die Medizin wirklich da ist, nämlich für die schwachen und hilfsbedürftigen Menschen“, so Maio. Darum sei es das Ziel der Altersmedizin, diese nicht weiter an den Rand der Gesellschaft zu drängen, sondern sie in ihre Mitte zu rücken. 

Wege zu mehr Chancengerechtigkeit

Die Lösungen werden auch keine einfachen sein, sondern vielmehr genau auf diesen Komplexitätsgrad abzielen, meinte Iglseder. Vor dem Hintergrund, dass die so genannte Boomergeneration das Gesundheitssystem in den nächsten 25 Jahren zunehmend beanspruchen werde, brauche es jedenfalls eine flächendeckende integrierte Versorgung und eine Vielzahl an Schritten. Neben entsprechenden stationären Angeboten etwa auch zusätzliche Kräfte, die sich einerseits damit beschäftigen, betagte Menschen nach stationären Aufenthalten wieder in ihr gewohntes Umfeld zu reintegrieren, andererseits aber auch daran mitwirken, Krankenhausaufenthalte möglichst von vornherein zu verringern. „Wir werden auch vermehrt altersspezifische tagesambulante Strukturen brauchen, unter anderem zu Themen wie Mobilität, Sturzprävention oder Kognition.“ Da soziale Isolation bei Senior*innen ein großes Thema sei, seien auch Konzepte wie Social Prescibing vielversprechend. „Die meisten Single-Haushalte in Österreich sind alte Menschen.“

Roller-Wirnsberger ergänzte: „Wir wollen, dass die Geriatrie im Modell der integrierten Versorgung in allen Strukturen seitens des Bundes, der Länder und der Sozialversicherung mitgedacht wird. Als Expert*innen setzen wir dabei auf die Zusammenarbeit mit Fachleuten aus Medizin, Pflege, Physio- und Ergotherapie, Sozialarbeit, Logopädie, Psychologie, Diätologie bis hin zur Soziologie.“

Einig zeigten sich Iglseder und Roller-Wirnsberger in ihrer Forderung nach der Etablierung einer Fachärztin respektive eines Facharztes für Geriatrie. „In den meisten europäischen Ländern ist die Geriatrie ein eigenständiges Fach oder ein Sonderfach der inneren Medizin mit entsprechender Repräsentation an den Medizinischen Universitäten. In Österreich handelt es sich dabei lediglich um eine Spezialisierung unterschiedlicher Quellfächer. Zudem braucht es mehr Professuren“, so Iglseder. 

Text: Uschi Sorz; Fotos: Österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie/APA-Fotoservice/Juhasz

Quellen:

[1] STATISTIK AUSTRIA, Volkszählungen (1869–2001), Registerzählung (2011–2021), Statistik des Bevölkerungsstandes (2023–2024). Erstellt am 13.02.2024. – Vorläufige Ergebnisse für 2024, laut Website vom 18. März 2024: https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/bevoelkerung/bevoelkerungsstand/bevoelkerung-nach-alter/geschlecht

[2] STATISTIK AUSTRIA, Gesundheitsbefragung 2019. Erstellt am 14.07.2020. – Bevölkerung in Privathaushalten im Alter von 15 und mehr Jahren, laut Website vom 18. März 2024: https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/gesundheit/gesundheitszustand/gesundheitliche-beeintraechtigungen

[3] Drey, M., Kaiser, M.J., Dtsch Med Wochenschr 2011; 136(5): 176-178

Regina Roller-Wirnsberger, Univ.-Prof. Dr.

Professorin für Geriatrie an der Medizinischen Universität Graz

Roller-Wirnsberger ist Fachärztin für Innere Medizin mit Zusatzfach Angiologie sowie Professorin für Geriatrie an der Medizinischen Universität Graz, wo sie auch Leiterin der Forschungseinheit „Altersmedizin und lebenslange Gesundheit“ ist. Unter anderem ist sie Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie (ÖGGG) und des Vorstands des European Interdisciplinary Council in Aging (EICA). 2010 und 2022 erhielt sie den Michael-Hasiba-Preis der Ärztekammer für Steiermark im Bereich der Lehrforschung, 2022 wurde sie mit dem Österreichischen Preis für Integrierte Versorgung ausgezeichnet (INTEGRI). 2024 ist sie Kongresspräsidentin des Jahreskongresses der ÖGGG, der in diesem Jahr unter dem Motto „Geriatrie und Gerontologie – keine Altersfrage!“ steht.

Bernhard Iglseder, Univ.-Prof. Dr.

Vorstand der Universitätsklinik für Geriatrie am Uniklinikum Salzburg

Iglseder ist Geriater und Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und seit 2006 Vorstand der Universitätsklinik für Geriatrie am Uniklinikum Salzburg, das am Areal der Christian-Doppler-Klinik angesiedelt ist. Er ist Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie (ÖGGG).

Giovanni Maio, Prof., M.A. phil.

Medizinethiker

Maio hat den Lehrstuhl für Medizinethik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Deutschland) inne und leitet dort ein eigenes Institut. Er ist sowohl Philosoph als auch Arzt mit langjähriger klinischer Erfahrung sowie habilitierter Medizinethiker. 2002 wurde er durch die Bundesregierung in die Zentrale Ethikkommission für Stammzellenforschung berufen. Er ist Direktoriumsmitglied des Interdisziplinären Ethik-Zentrums Freiburg und Mitglied des Ausschusses für ethische und juristische Grundsatzfragen der Bundesärztekammer. Maio ist Autor vieler Publikationen zur Philosophie der Medizin.

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