
Langzeit-Krebsüberlebende, die nicht rauchen, sich ausreichend bewegen und ein gesundes Körpergewicht halten, haben ein um 30 Prozent geringeres Sterberisiko als diejenigen mit ungünstigen Lebensgewohnheiten.
Text: Birgit Kofler
Langzeit-Krebsüberlebende mit gesundem Lebensstil haben ein um 30 Prozent geringeres Sterberisiko als diejenigen mit ungünstigen Lebensgewohnheiten. Wer nicht raucht, sich ausreichend bewegt und ein gesundes Körpergewicht hält, profitiert auch viele Jahre nach einer Krebsdiagnose. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums.
Untersucht wurden mehr als 6.000 Menschen aus ganz Deutschland, die mindestens fünf Jahre zuvor an Brust-, Darm- oder Prostatakrebs erkrankt waren. Die Forschenden begleiteten die Teilnehmer*innen über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren und analysierten den Einfluss verschiedener Lebensstilfaktoren auf die Gesamtsterblichkeit.
Von den vier Faktoren, die sich als besonders wichtig für die Lebenserwartung erwiesen -Nichtrauchen, regelmäßige körperliche Aktivität, gesundes Körpergewicht sowie mäßiger oder kein Alkoholkonsum – wirkte sich der Rauchverzicht am stärksten aus: Bei Menschen, die nie geraucht hatten, kam es im Untersuchungszeitraum zu fast 50 Prozent weniger Todesfällen als bei aktuellen Raucher*innen.
Die Bedeutung eines gesunden Lebensstils zeigte sich unabhängig von Alter, Geschlecht, Krebsart oder dem Vorliegen anderer chronischer Erkrankungen wie Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen. „Ein gesunder Lebensstil hilft nicht nur, Krebs zu vermeiden, sondern kann auch nach einer Krebsdiagnose einen großen Unterschied machen“, fasst Studienleiter Volker Arndt die Ergebnisse zusammen.
Quelle: Chunsu Zhu, Melissa S. Y. Thong, Daniela Doege, Lena Koch-Gallenkamp, Heike Bertram, Andrea Eberle, Bernd Holleczek, Alice Nennecke, Annika Waldman, Sylke Ruth Zeißig, Ron Pritzkuleit, Hermann Brenner, Volker Arndt: Lifestyle factors and all-cause mortality in long-term cancer survivors: a population-based prospective cohort study. European Journal of Epidemiology 2026. https://link.springer.com/article/10.1007/s10654-025-01350-6
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