
Rund 40 Prozent der Menschen in Österreich empfinden künstliche Intelligenz bei Gesundheitsfragen als hilfreich, sechs von zehn haben sie bereits genutzt, wie eine Gallup-Umfrage zeigt.
Künstliche Intelligenz ist in der Gesundheitsinformation der Bevölkerung angekommen: Sechs von zehn Menschen in Österreich haben KI bereits zu gesundheitlichen Themen genutzt, rund 40 Prozent der Befragten empfinden sie dabei als hilfreich. Das zeigt die Gesundheitsstudie 2026 der Wiener Städtischen Versicherung. Das Gallup Institut befragte dafür 1.000 Menschen zwischen 16 und 70 Jahren in einer repräsentativen Online-Umfrage.
Das Vertrauen in ärztliche Informationen ist weiterhin deutlich höher als das in Chatbots. Allerdings stufen bereits 13 Prozent der Befragten Auskünfte einer KI als vertrauenswürdiger ein als die von Mediziner*innen. Die Nutzung von KI zu Gesundheitsthemen löst insgesamt häufiger positive als negative Emotionen aus, am häufigsten genannt werden Beruhigung, Erleichterung und ein Gefühl von Kontrolle.
Die Haltung zum öffentlichen Gesundheitssystem, die in der Befragung ebenfalls erhoben wurde, fällt durchwachsen aus. 47 Prozent sind (sehr) zufrieden, jede*r Fünfte ist damit unzufrieden, wobei die Zufriedenheit in den vergangenen Jahren zunehmend gesunken ist. 44 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sich die medizinische Versorgung in den letzten zwölf Monaten verschlechtert hat, nur rund jede*r Zehnte nimmt eine Verbesserung wahr. Die Mehrheit hält die Zahl der Kassenärzt*innen sowohl in der Allgemeinmedizin als auch in den Sonderfächern für nicht ausreichend.
Titelbild: katemangostar/Magnific (bearbeitet)